> Wenn die Lieder wahr werden...

by Christoph
 
Es ist ein merkwürdiges Gefühl, das mich überkommt, wenn ich dann doch gelegentlich feststelle, dass der ein oder andere Gedanke aus meinen Songs wirklich im Alltag auftritt. Klar, das bestätigt. Aber es ist auch ein wenig surreal, vor allem, wenn sich die besungenen Eigenschaften an mir selbst offenbaren.
 
Tatort 08.07.2014, 22:30 Uhr: Deutschland macht gerade Caipirinha aus der Mannschaft des Gastgebers, tausende Menschen beim Public Viewing in der Mainzer Coface-Arena stimmen im unwirklich wirkenden Glücksgefühl Siegesgesänge an oder reiben sich einfach nur verwundert die Augen. Ein Märchen, das sich da gerade vor unser aller Augen abspielt, erlebte Geschichte, die Mission "Weltmeister am Zuckerhut" ist dabei, Realität zu werden. Wahnsinn. Ich filme Bene, wie er "Einer geht noch, einer geht noch rein" mit der ihm typischen Sprengstoff-Attitüde schmettert, mache Fotos von meinen Bandkollegen und der feiernden, rhythmisch wabernden Masse.
 
Ab dem 4:0 durch Toni Kroos bin ich quasi dauer-online bei Facebook, das Spiel ist lange nicht mehr so spannend und die Brasilianer tun mir sogar ein wenig Leid (was bei anderen Nationen durchaus anders wäre). Ich verfolge die diesmal wirklich witzigen Bildkompositionen, Sprüche und Wortspiele rund um das Halbfinale. "Wo ist Fred?" fragt da ein Twitter-User, "macht mal langsam Jungs, wird sind hier nur zu Gast", wird Jogi Löw zitiert, "Belo sieht keinen Horizonte", schreibt man im Netz. 
Zur gleichen Zeit fliegen die ersten Raketen in Jerusalem und im Gazastreifen, Nahost wird wieder Kriegsgebiet. Ich stolpere über einen seltsamen Facebook-Eintrag: "Was im Gaza-Streifen geschieht, macht mich trauriger, als dass es die Geschehnisse von Belo Horizonte ausgleichen könnten."
 
Gaza-Streifen??? Ich meine, ich bin doch in Mainz, im Stadion, alle sind gut drauf, Deutschland wird -wie wir mittlerweile wissen -  Weltmeister, es geschieht gerade eine nie dagewesene Demontage des Titelfavoriten aus dem Gastgeberland. Darüber redet man. Machen doch alle. "Ooooh, wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehen, so schööööön, sooo schööön, wir singen...". Aaah, jetzt bin ich wieder drin. Und zack, macht Khedira auch schon das fünfte Ding, aaalter, ist das geil.
 
"Was im Gaza-Streifen geschieht, macht mich trauriger, als dass es die Geschehnisse von Belo Horizonte ausgleichen könnten." Da ist es wieder, ich sehe es beim Scrollen auf der Facebook-Timeline. 
 
Das passt mir gerade überhaupt nicht. Heute ist ein guter Tag, einer von denen, an die man sich in einer bestimmten Weise erinnern möchte und zwar in einer positiven, sieges- und alkoholtrunkenen. Die News aus Nahost kann ich auch morgen früh in der Zeitung lesen, nachdem ich mir die Interviews des dauer-grinsenden Mannschaftsmaskottchens Poldi in Dauerschleife gegeben habe und nachgeschaut habe, ob Per noch in seiner Eis-Eis-Tonne liegt. Aber jetzt? WÄHREND DES HALBFINALES? Um mich rum macht das doch auch keiner. Ich frage mich, ob in Israel gerade Fußball geguckt wird und schäme mich schlagartig. 
 
Mir fällt ein, dass wir doch fleißig durch die Medienlandschaft tingeln mit unseren kritischen Zeilen über die korrupte FIFA, die autoritären und antidemokratischen Systeme in Katar oder teilweise in Russland und all die beklagenswerten Dinge, die verhindern müssten, dass so etwas eigentlich profanes wie ein Fußball-Turnier zum alles überstrahlenden Thema wird. Dass ich das auch so meine, wie ich es geschrieben habe und wir es singen. Dass wir auch Geld dafür sammeln, in Brasilien etwas Gutes zu tun. Aber dass es - und da muss jeder ehrlich zu sich selbst sein - leider extrem schwer ist, den Wunsch nach Unbeschwertheit und guter Laune in solchen Momenten zu unterdrücken. Ab diesem Moment verfolge ich die Partie mit etwas weniger Euphorie, aber es wäre auch nicht aufrichtig, zu behaupten, ich wäre mit den Gedanken bei den Menschen in Nahost gewesen - ich war vor allem im Halbfinale.
 
Wer jetzt auf eine Pointe oder einen Wendepunkt wartet, der mich in ein etwas selbstloseres Licht rückt, hat leider ein Problem - es gibt nämlich keinen. Ich denke, dass wir mit unserer Spendenaktion und der Thematisierung all dieser beklagenswerten Umstände in Form eines ironischen WM-Songs punktuell Nadelstiche setzen und es wichtig ist, so etwas zu tun. Ich muss aber den Hut ziehen, vor den vielen Menschen, die es nicht dabei belassen, sondern vor Ort Tag für Tag ihren Job, ihre Zukunft oder gar ihr Leben riskieren, um Veränderungen zum, Guten hin zu erreichen. Ich denke, das sind die wahren Weltmeister am Zuckerhut - bei aller berechtigten Freude über den Titel!!!
 
SUNA Weltmeister am Zuckerhut

Der perfekte Roadtrip – eine Anleitung

by Bene

Letztes Wochenende war es soweit. Roadtrip – Time!! Ich hatte Montags frei und somit konnten wir unseren geplanten Roadtrip starten. Geplant??

Die Geburt des Phönix ...Songs

by Thomas

Es war etwas still in letzter Zeit in dieser Kategorie aber nicht, weil es nichts zu erzählen gäbe ;-)

Nichts tun will gelernt sein!

by Josef

Dienstag 12:04 ... langsam erwacht ganz Mainz aus einem langen erholsamen Schlaf. Ganz Mainz? Nein. Eigentlich vermutlich nur ich, da der Rest der Bevölkerung wieder auf der Arbeit sitzt oder etwas Sinnvolles mit diesem Tag anstellen wollte. Wie zum Beispiel meine Freundin. Ich habe im Halbschlaf noch mitbekommen, wie um 07:00 Uhr ihr Wecker klingelte und ich meine, mich ganz schwach noch an eine Abschiedskuss zu erinnern, in diesem grauen Nebel zwischen Wachen und Schlafen.

SUNA auf Weltreise

by Nicolas

Während Christoph gerade die USA unsicher macht (wenn ich jetzt noch BOMBE schreibe, dann liest das hier sicher auch die NSA^^) war ich in anderen Ecken der Welt unterwegs und liefere hier mit leichter Verspätung meinen Reisebericht!

Im Sinne aller Beteiligten mit weniger Worten und mehr Bildern ; )

Kurzes Update!

by Thomas

Die Zeit vergeht wie im Flug und der letzte Logbucheintrag ist nun schon ein paar Tage her. Hier also mal ein kurzes Update:

Wenn die Lieder wahr werden...

by Christoph
 
Es ist ein merkwürdiges Gefühl, das mich überkommt, wenn ich dann doch gelegentlich feststelle, dass der ein oder andere Gedanke aus meinen Songs wirklich im Alltag auftritt. Klar, das bestätigt. Aber es ist auch ein wenig surreal, vor allem, wenn sich die besungenen Eigenschaften an mir selbst offenbaren.
 

Ich bin immer noch fassungslos! …

by Bene

Es kann doch einfach nicht wahr sein! 4 Jahre lang habe ich als Angestellter im Marketing der Firma Weber-Stephen, seines Zeichens weltweiter Marktführer in Sachen Grills, dafür gearbeitet, den Menschen beizubringen, wie man am besten grillt. Dann stehe ich eben auf meinem Balkon und sehe meinen Nachbarn unten Schuhsohlen-Steaks auf Alufolie grillen. AUF ALUFOLIE GRILLEN!! Das wäre dann wohl Grill-Kapitalverbrechen Nummer 1.

Wenn man sich in der Woche vom Wochenende erholt...

by Nicolas

 

Nein, es geht jetzt (leider) nicht um Feier- oder Alkoholeskapaden, sondern die SUNA-Mafia hat mich mal wieder in ihren Fängen! Denn während die Wochen(enden) nach unserem spannenden Debut in der „Meenzer Fassenacht“ eher ruhig waren, geht es jetzt wieder richtig rund. So ging das letzte Wochenende komplett für das SUNA-BANDWOCHENENDE drauf, wobei auch das natürlich erstmal nach Feier- und Alkoholeskapaden klingt, aber nein - es ging sehr „professionell“ zu mit

Schön wars :) ...und jetzt?

by Thomas

Die Zeit vergeht viel zu schnell. Gestern noch Abi gemacht und heute schon mit dem Studium fertig. Erfolgreich sogar ;)

Ab jetzt heißt es für mich: "her mit den Jobs!".

Leichter gesagt als getan aber das wird schon. Wer würde einen Diplom-Pädagogen, der in einer A Cappella-Band singt nicht einstellen wollen :D

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