> Der perfekte Roadtrip – eine Anleitung

by Bene

Letztes Wochenende war es soweit. Roadtrip – Time!! Ich hatte Montags frei und somit konnten wir unseren geplanten Roadtrip starten. Geplant??

Genau! Entgegen der Meinung vieler sollte ein solch kurzer Roadtrip zumindest einer gut gemeinten Teilplanung unterliegen, um nicht zu sehr vom Ziel abzuweichen und irgendwann dann die gewünschte Destination zu erreichen. Kurz gesagt: Der Weg ist zwar nach wie vor das Ziel, allerdings sollten die jeweiligen Tagesetappen bekannt sein. Seinen Trip nicht zu planen suggeriert dem ein oder anderen vielleicht eine gewisse Freiheit. Diese schlägt bei mir z.B. aber relativ schnell in Stress um, wenn ich nicht genau absehen kann, wo ich übernachte.

Alles klar, was folgt planungstechnisch als nächstes? Richtig,

1. die Route selbst

In meinem Fall habe ich versucht, eine möglichst reizvolle Route herauszusuchen. Was würde bei einem Roadtrip mit der Freundin besser passen als die „Romantische Straße“ entlang zu fahren, die offiziell zu den vom ADAC festgelegten „Deutschen Ferienstraßen“ gehört. Diese beginnt in Würzburg, führt über Städte wie Rothenburg ob der Tauber, Dinkelsbühl, Augsburg und endet dann in Füssen, natürlich bei den Königsschlössern. Hier der Routenverlauf:

 

Die Route ist etwa 400 km lang und führt natürlich ausschließlich über Landstraßen, da Autobahnen bekanntlich bei niemanden romantische Gefühle erwecken. Es sei denn man hat…

2. das richtige Auto

Der nächste Planungspunkt auf der Agenda ist das richtige Auto. Natürlich kann man mit seinem eigenen PKW fahren. Besondere Momente erfordern aber manchmal Ungewöhnliches und so habe ich zugeschlagen, als ich ein super Angebot einer großen Autovermietungsfirma mit dem Buchstaben „x“ im Namen gesehen habe. Dort bekommt ihr ein Cabrio der Premiumkategorie für ca. 160 € für ein verlängertes Wochenende, d.h. 3 Tage (normalerweise über 500 €). Bedingung ist allerdings Vorkasse und Teilkasko. Letztes ist natürlich risikoreich, 70 € mehr könnt ihr aber auf Vollkasko hochstufen, also kein Thema. Als ich Samstagsmorgens mein im Voraus übers Internet gebuchte Auto abholen wollte, reichte mir der Mitarbeiter vor Ort einen Mercedes – Schlüssel über den Tresen, passend für einen Mercedes SLK 200 Roadster – Cabrio, knappe 200 PS. Reingesetzt, Schlüssel vorsichtig herumgedreht und das Fauchen des Benziners vernommen, dann das Verdeck heruntergelassen. Ein sehr guter Anfang für einen sonnigen Samstagmorgen :-)

 

3. Wie navigieren?

Manch einer wird sich schon einmal gefragt haben, wie man eine im Voraus flexibel von euch selbst festgelegte Route am besten auf dem Smartphone navigiert. Hier gibt es nur vereinzelte Möglichkeiten, selbst Google Maps kann dies nicht leisten.

Eine Möglichkeit, die ich ausprobiert habe, die auch sehr nützlich ist, ist die App „Komoot“. Hier könnt ihr an eurem PC über euren Webbrowser verschiedene Wegpunkte setzen, d.h. eine Tour planen. Diese geplante Tour ist dann in eurem Profil gespeichert und ihr könnt diese in der passenden Smartphone App laden. Somit ist es möglich, per Sprachnavigation die Strecke abzufahren und den kompletten Trip zu genießen, ohne auf Karten schauen zu müssen. Viele Websites bieten mittlerweile sogar „.gpx“ – Dateien mit bereits fertig gesetzten Wegpunkten zum Download an. Diese müssen also nur noch in die App geladen werden, fertig!

 

4. Der Trip

So, jetzt haben wir die Strecke, die Navigation, das Auto, etc. Es geht los!

Zuerst müsst ihr an den Start der romantischen Straße, Würzburg. Um schnell dorthin zu gelangen haben wir mit noch geschlossenem Verdeck die Autobahn genutzt. Erstmal richtig ausfahren die Kiste, bei mir waren 235 kmH Spitze drin!

In Würzburg angekommen lohnt es sich, erst einmal die Stadt anzuschauen. Der wuselige Marktbetrieb auf dem Markplatz, ein kühles Eis auf der alten Mainbrücke, den Dom und die Residenz.

Dann geht’s auf die Reise, die Straße ruft. Durch kleine verschlafene Dörfer, vorbei an tollen Landschaften – man vermisst die geschäftige Stadt kaum.

Rothenburg o. d. Tauber unbedingt anschauen! Nirgendwo sonst in Deutschland ist so viel Mittelalter erhalten geblieben wie gerade hier. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein.